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QOON INSIGHTS · IMMOBILIENBEWERTUNG

Vergleichswert, Ertragswert oder Sachwert:Welches Verfahren passt zu welcher Immobilie?

Die drei Verfahren verständlich erklärt – und mit einer konkreten Datenlogik für Bewertungsformulare, die Eigentümer nicht mit unpassenden Fragen aus dem Flow bringen.

Lesedauer: 9 Min.Stand: September 2026Für Eigentümer & Makler
Die kurze Einordnung: Die Wahl des Verfahrens ist keine starre Objektart-Tabelle. Objekt, Markt, Einzelfall und Eignung der verfügbaren Daten entscheiden gemeinsam über die typische Verfahrensrichtung.

Die drei Verfahren als Übersicht

Übersicht der drei Wertermittlungsverfahren nach ImmoWertV Übersicht der drei Immobilienwertverfahren Vergleichswert, Ertragswert und Sachwert mit ihren typischen Daten- und Objektbezügen. Landkarte der Verfahren Vergleichswert, Ertragswert und Sachwert mit ihren typischen Datenbezügen und Einsatzfällen. ZIELGRÖSSE: VERKEHRSWERT / MARKTWERT (§ 194 BauGB / ImmoWertV) 01 / TYPISCH BEI WOHNIMMOBILIEN Vergleichswertverfahren Wert nutzt geeignete Vergleichspreise oder Vergleichsfaktoren ähnlicher Objekte. Lage & Vergleichsmerkmale Wohnfläche & Zimmeranzahl Etage, Baujahr & Objektzustand HÄUFIG GEEIGNET FÜR: • Eigentumswohnungen • Reihenhäuser in Siedlungen • Grundstücke: Bodenwert separat prüfen Voraussetzung: geeignete Vergleichsdaten 02 / TYPISCH BEI RENDITEOBJEKTEN Ertragswertverfahren Wert leitet sich primär aus dem nachhaltig erzielbaren Mietertrag des Objekts ab. Ist-Kaltmiete je Jahr & Leerstand Anzahl Wohneinheiten & Gewerbe Bewirtschaftungskosten & Zins HÄUFIG GEEIGNET FÜR: • Mehrfamilienhäuser (Zinshäuser) • Gemischt genutzte Objekte • Vermietete Gewerbeeinheiten Voraussetzung: geeignete Ertragsdaten 03 / TYPISCH BEI EINFAMILIENHÄUSERN Sachwertverfahren Wert basiert auf Bodenwert plus Gebäudesubstanz abzüglich Alterswertminderung. Herstellungskosten & Baujahr Modernisierungen & Bauzustand Sachwertfaktor / Marktanpassung HÄUFIG GEEIGNET FÜR: • Ein- & Zweifamilienhäuser • Individuelle Architektenhäuser • Objekte in ländlichen Lagen Voraussetzung: Eigennutzung & Substanz im Fokus Hinweis: Die Wahl des geeigneten Verfahrens richtet sich nach § 6 ImmoWertV stets nach den Umständen des Einzelfalls und den verfügbaren Daten.
Die Verfahren betrachten unterschiedliche Werttreiber. Welches oder welche Verfahren geeignet sind, hängt vom Objekt, vom Markt und von der Datenlage ab.

Auf kleinen Bildschirmen kann die Übersicht horizontal verschoben werden. Die vollständige Einordnung steht zusätzlich als HTML im Artikel.

Die Orientierung in 60 Sekunden

Jedes Verfahren stellt eine andere Frage

Ein Bewertungsformular wird dann wertvoll, wenn es nicht einfach möglichst viele Daten sammelt, sondern die richtigen Daten zur richtigen Immobilie. Eine Wohnung braucht andere Eingaben als ein vermietetes Mehrfamilienhaus; ein unbebautes Grundstück braucht eine eigene Grundstückslogik.
01 / VERGLEICH

Was wurde für Ähnliches bezahlt?

Geeignete Vergleichspreise oder Vergleichsfaktoren werden mit den Merkmalen des Bewertungsobjekts abgeglichen und objektspezifisch angepasst.

02 / ERTRAG

Welche Erträge sind nachhaltig?

Marktüblich erzielbare Erträge, Bewirtschaftung, Restnutzungsdauer und Marktparameter führen zu einer Ertragswert-Orientierung.

03 / SUBSTANZ

Welche Substanz ist vorhanden?

Bodenwert und bauliche Anlagen werden betrachtet, um Alterswertminderung, besondere Merkmale und Marktanpassung zu berücksichtigen.

Für den Rechner bedeutet das:

Die Auswahl der Objektart sollte nicht nur ein hübscher Einstieg sein. Sie ist der erste Routing-Punkt für Pflichtfelder, Folgefragen, Datenqualität und die Entscheidung, ob eine automatische Orientierung ausreicht oder eine persönliche Prüfung empfohlen wird.

Grundbegriff

Verkehrswert und Marktwert: die gemeinsame Zielgröße

Im deutschen Baugesetzbuch werden Verkehrswert und Marktwert als gleichbedeutende Begriffe verwendet. Gemeint ist der Preis, der zu einem bestimmten Bewertungszeitpunkt im gewöhnlichen Geschäftsverkehr unter Berücksichtigung der rechtlichen und tatsächlichen Eigenschaften, der Beschaffenheit und der Lage erzielt werden könnte – ohne ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse.

Die drei Verfahren sind deshalb nicht drei verschiedene „Werte“, zwischen denen ein Rechner beliebig wählen darf. Sie sind unterschiedliche Wege, um die Zielgröße zu erschließen. Nach der ImmoWertV richtet sich die Wahl unter anderem nach Objektart, Gepflogenheiten des gewöhnlichen Geschäftsverkehrs, Einzelfall und Eignung der verfügbaren Daten. Auch mehrere Verfahren können relevant sein.

Wichtig für die Kommunikation mit Eigentümern

Ein Online-Rechner liefert eine unverbindliche Marktpreiseinschätzung beziehungsweise Orientierung. Er ersetzt kein formelles Verkehrswertgutachten und sollte Ergebnis, Datenstand und Grenzen des Modells offen benennen.

Entscheidungslogik

Wie die Verfahrenswahl in der Praxis entsteht

Die beste Formularlogik führt nicht vorschnell von „Einfamilienhaus“ zu einem fest verdrahteten Verfahren. Sie prüft zuerst Nutzung und Objektmerkmale, danach die relevante Datenbasis und schließlich Sonderfälle wie Rechte, Belastungen, ungewöhnliche Grundstücke oder fehlende Vergleichsfälle.

Die Grafik zeigt daher eine typische Verfahrensrichtung. Die redaktionelle HTML-Tabelle darunter bleibt die verständliche und indexierbare Erklärung – auch dann, wenn die SVG auf einem Smartphone nur horizontal verschoben werden kann.

Entscheidungsweg für die Verfahrenswahl

Entscheidungslogik für Immobilienbewertungsverfahren Entscheidungslogik für die Immobilienbewertung: Objektart und Nutzung, Datenlage und besondere Merkmale beeinflussen die Wahl des geeigneten Verfahrens. Flowchart zeigt, wie Objektart, Nutzung und Datenlage zur passenden Bewertungs-Methodik führen. Entscheidungsweg: Vom Objekt zum passenden Verfahren Die Datenlage und die Art der Nutzung steuern die fachliche Methodik im Formular. SCHRITT 1 / EINGABE IM FORMULAR Objektart & Nutzungsauswahl des Eigentümers KATEGORIE A Eigentumswohnung oder Reihenhaus in Siedlung Prüfung Datenlage: Vergleichskauffälle da? Bodenrichtwert zutreffend? KATEGORIE B Ein- / Zweifamilienhaus Eigennutzung / Freistehend Prüfung Datenlage: Baujahr & Substanz erfassbar? Modernisierungsgrad bekannt? KATEGORIE C Mehrfamilienhaus Renditeobjekt / Vermietet Prüfung Datenlage: Ist-Miete & Leerstand da? Bewirtschaftung schätzbar? KATEGORIE D Unbebautes Grundstück Baugrund / Bauerwartung Prüfung Datenlage: Bodenrichtwert verknüpft? Bebaubarkeit geklärt? TYPISCHE VERFAHRENSRICHTUNG Vergleichswertverfahren §§ 24-26 ImmoWertV TYPISCHE VERFAHRENSRICHTUNG Sachwertverfahren §§ 35-39 ImmoWertV TYPISCHE VERFAHRENSRICHTUNG Ertragswertverfahren §§ 27-34 ImmoWertV TYPISCHE VERFAHRENSRICHTUNG Bodenwert / Vergleich § 40 ImmoWertV ERGEBNIS-SYNTHESE IM SYSTEM: Liegen ausreichend Daten vor → Ausgabe einer realistischen Marktspanne | Daten unzureichend/komplex → Eskalation an Makler zur persönlichen Prüfung
Die Objektart ist ein Startpunkt. Datenlage, Marktgepflogenheiten und besondere Grundstücksmerkmale bestimmen, welche Richtung typischerweise weiterverfolgt wird.

Die Grafik ist auf Mobilgeräten horizontal scrollierbar. Die Entscheidungslogik steht zusätzlich als HTML-Tabelle im Fließtext.

HTML-Fallback: typische Verfahrensrichtung nach Anlass und Datenbasis
AusgangslageTypische RichtungZuerst relevante DatenPrüfpunkt
Standardisierte Wohnunghäufig VergleichswertLage, Wohnfläche, Etage, Baujahr, Zustand, AusstattungVergleichbarkeit und geeignete Markt-/Vergleichsdaten
Vermietetes Mehrfamilienhaushäufig ErtragswertEinheiten, Flächen, Ist-Kaltmieten, Leerstand, KostenNachhaltigkeit und marktüblicher Ertrag
Individuelles Haushäufig Sachwert, ggf. ergänzt durch VergleichsdatenGebäudestandard, Baujahr, Modernisierungen, Grundstück, ZustandRestnutzungsdauer, Schäden und Marktanpassung
Unbebautes GrundstückBodenwert / VergleichsdatenFläche, Nutzung, Bebaubarkeit, Erschließung, ZuschnittBodenrichtwertgrundstück ist nicht automatisch das Bewertungsgrundstück
Besonderes Objekt oder dünne Datenbasismehrere Verfahren oder persönliche Prüfungfehlende Merkmale, Rechte, Belastungen, Sondernutzungkeine scheinpräzise Ausgabe erzwingen

Verfahren 01

Vergleichswertverfahren: Was wurde für Ähnliches bezahlt?

Beim Vergleichswertverfahren wird der Wert aus einer ausreichenden Anzahl geeigneter Vergleichspreise oder aus einem objektspezifisch angepassten Vergleichsfaktor abgeleitet. Entscheidend ist nicht, ob irgendwo drei ähnliche Online-Angebote gefunden werden, sondern ob die Daten hinsichtlich Lage, Zeit, Nutzung und wertbeeinflussenden Merkmalen tatsächlich vergleichbar sind.

Das Bewertungsobjekt wird deshalb nicht mit einem Durchschnittswert überschrieben. Unterschiede bei Fläche, Baujahr, Zustand, Ausstattung, Mikrolage oder besonderen Grundstücksmerkmalen müssen erkannt und – soweit die Datenbasis das erlaubt – angepasst werden.

geeignete VergleichsdatenMerkmale abgleichenAbweichungen anpassenOrientierung / Spanne

Für eine Makler-Webseite ist die Konsequenz klar: Die Formularstrecke sollte die Merkmale erfassen, die Vergleichbarkeit erhöhen. Die Rechenlogik sollte zusätzlich speichern, welche Antworten vollständig, geschätzt oder noch offen sind.

Lage
Wohn-/Nutzfläche
Baujahr
Zustand
Formularfelder für eine bessere Vergleichbarkeit
FeldWarum es zähltEmpfohlene Abfrage
LageDie Mikrolage kann Preise innerhalb derselben Stadt stark differenzieren.Adresse oder PLZ/Ort, Lagequalität, Lagebesonderheiten
Fläche und ZimmerDie Bezugsgröße muss zur Vergleichsgruppe passen.Wohnfläche, Nutzfläche, Zimmerzahl
Baujahr und ModernisierungAlter allein beschreibt den technischen und energetischen Zustand nicht ausreichend.Baujahr, Maßnahmen, Jahr der letzten größeren Modernisierung
Ausstattung und ZustandAbweichungen können einen Vergleichsfall unpassend machen oder Anpassungen erfordern.Auswahlfelder plus optionale Freitext-/Foto-Folgefrage

Vergleichswertverfahren als Detailgrafik

Vergleichswertverfahren nach §§ 24–26 ImmoWertV Vergleichswertverfahren mit einem Bewertungsobjekt, mehreren vergleichbaren Immobilien und Anpassungen für Lage, Größe, Zeit und Zustand. Visualisierung der Vergleiche von Kaufpreisen ähnlicher Objekte mit Anpassungsfaktoren zur Orientierung des Verkehrswerts nach § 194 BauGB. Vergleichswertverfahren (§§ 24–26 ImmoWertV) BEWERTUNGSOBJEKT Ziel-Immobilie Häufig geeignet für Eigentumswohnungen & Reihenhäuser • Merkmale: Lage, Wohnfläche, Zimmer, Zustand • Ziel: Zuordnung im regionalen Vergleichsmarkt VERGLEICHSOBJEKT A Vergleichsverkauf 1 Ähnliche Lage & Baujahr Anpassung: Zeitindex / Markt VERGLEICHSOBJEKT B Vergleichsverkauf 2 Abweichende Wohnfläche Anpassung: Flächentransformation VERGLEICHSOBJEKT C Vergleichsverkauf 3 Abweichender Modernisierungsstand Anpassung: Zustandskorrektur TYPISCHE ERGEBNIS-SYNTHESE (VERGLEICHSWERT-ORIENTIERUNG) Kann bei hinreichenden Vergleichspreisen eine direkte Orientierung für den Verkehrswert liefern (§ 194 BauGB).
Beim Vergleichswertverfahren werden geeignete Vergleichspreise oder Vergleichsfaktoren mit dem Bewertungsobjekt abgeglichen und an relevante Abweichungen angepasst.

Die Detailgrafik ist auf Mobilgeräten horizontal scrollierbar. Die zugrunde liegenden Datenfelder stehen darüber als HTML-Tabelle.

Verfahren 02

Ertragswertverfahren: Welche Erträge sind nachhaltig?

Beim Ertragswertverfahren stehen die marktüblich erzielbaren Erträge im Zentrum. Für die Ermittlung sind unter anderem Bodenwert, Reinertrag, Restnutzungsdauer und ein objektspezifisch angepasster Liegenschaftszinssatz relevant. Die ImmoWertV sieht dabei unterschiedliche Verfahrensvarianten vor.

Im Lead-Formular sollte eine wichtige Grenze sauber behandelt werden: Die Ist-Kaltmiete ist eine konkrete Angabe des Eigentümers. Die Einschätzung, welcher Ertrag am Markt nachhaltig erzielbar ist, ist dagegen eine Modell- oder Makleraufgabe. Beides darf nicht in einem einzigen Feld „Miete“ verschwimmen.

Praxisdetail: Ist-Miete und Marktmiete trennen

Frage im Formular: „Wie hoch ist die aktuelle monatliche Nettokaltmiete?“ Folgefrage im Maklerprozess: „Welche Miete wäre nach Lage, Zustand, Ausstattung und Mietmarkt marktüblich erzielbar?“ Genau diese Differenz liefert häufig den wertvollen Gesprächsanlass.

Miet- und NutzungsdatenRohertragKosten / LeerstandReinertragKapitalisierung
Ist-Kaltmiete
Flächen je Einheit
Leerstand / Zustand
Verträge & Rechte
Formularfelder für vermietete Immobilien
FeldErfassenSpätere Prüfung
WohneinheitenAnzahl, Wohn-/Nutzfläche und Nutzung je EinheitVollständigkeit der Einheiten und Flächen
Ist-KaltmieteAktuelle Nettokaltmiete, möglichst je Einheit oder NutzungsbereichVertragliche Besonderheiten und Mietrückstände
LeerstandFläche, Dauer und Grund des LeerstandsVermietbarkeit und marktüblicher Ertrag
BewirtschaftungBekannte Kosten, umlagefähige und nicht umlagefähige PositionenModellansatz und Aktualität der Daten
Rechte / BelastungenBekannte Sonderrechte, Erbbaurecht oder sonstige BesonderheitenObjektspezifische Auswirkungen

Ertragswertverfahren als Detailgrafik

Ertragswertverfahren nach §§ 27–34 ImmoWertV Ertragswertverfahren als Stufenmodell von Ist-Kaltmiete und Ertragsdaten über Rohertrag, Bewirtschaftungskosten und Kapitalisierung bis zur Ertragswert-Orientierung. Stufenmodell zur Ermittlung der Ertragswert-Orientierung aus Rohertrag, Bewirtschaftungskosten und Liegenschaftszinssatz. Ertragswertverfahren (§§ 27–34 ImmoWertV) STUFE 1 / EINGABE ERFASSUNG Ist-Kaltmiete je Jahr & Ertragsdaten (z. B. Mehrfamilienhaus / Renditeobjekt) Jahresrohertrag STUFE 2 / BEWIRTSCHAFTUNG Abzug nicht umlegbarer Bewirtschaftungskosten & Mietausfallwagnis Reinertrag der baul. Anlage STUFE 3 / BODENWERTVORVERZINSUNG Verzinsung des Bodenwerts mit dem marktüblichen Liegenschaftszinssatz Gebäudereinertrag STUFE 4 / KAPITALISIERUNG Multiplikation mit Vervielfältiger (Restnutzungsdauer & Liegenschaftszins) Gebäudeertragswert ERTRAGSWERT-ORIENTIERUNG Gebäudeertragswert + Bodenwert ± sonstige objektspezifische Merkmale Praxis-Formularhinweis: Stets tatsächliche Ist-Miete erfassen; Marktmiete ist Einschätzung des Maklers/Modells.
Das Stufenmodell trennt konkrete Ist-Mieten und Ertragsdaten von der späteren Einschätzung marktüblich erzielbarer Erträge.

Die Detailgrafik ist auf Mobilgeräten horizontal scrollierbar. Die Eingabefelder und die Trennung von Ist-Miete und Marktmiete bleiben als HTML verfügbar.

Verfahren 03

Sachwertverfahren: Welche Substanz ist vorhanden?

Im Sachwertverfahren wird der Grundstückswert aus dem Bodenwert, den baulichen Anlagen sowie Außenanlagen und sonstigen Anlagen entwickelt. Der vorläufige Sachwert wird anschließend marktangepasst; besondere objektspezifische Merkmale wie Schäden oder außergewöhnliche Ausstattungen müssen zusätzlich berücksichtigt werden.

Der Sachwert ist daher nicht einfach „Grundstück plus damalige Baukosten“. Ein Rechner braucht Angaben zu Gebäudeart, Standard, Baujahr, Modernisierungen, Restnutzungsdauer, Grundstück und Zustand. Bei individuellen Häusern ist außerdem zu prüfen, ob die gewählte Standardisierung die Immobilie angemessen abbildet.

Grundstück

Bodenwert, Grundstücksfläche, Zuschnitt, Erschließung und rechtliche Rahmenbedingungen bilden den ersten Strang.

Bauliche Anlagen

Gebäudeart, Standard, Wohnfläche, Außenanlagen, Baujahr und Modernisierungen bilden den zweiten Strang.

Alter und Zustand

Alterswertminderung, Restnutzungsdauer, energetischer Zustand, Baumängel und Bauschäden dürfen nicht pauschalisiert werden.

Marktanpassung

Die Substanz wird erst durch die Einordnung in die aktuellen Marktverhältnisse zu einer Marktwert-Orientierung.

Grundstück
Baujahr
Modernisierung
Rechte / Belastungen
Formularfelder für individuelle Häuser und Sachwert-Orientierungen
DatenblockBeispieleFollow-up bei Unsicherheit
GebäudeGebäudeart, Wohnfläche, Geschosse, Keller, GarageDetailfrage zu Ausbau und Nutzbarkeit
Baujahr / ModernisierungDach, Fenster, Heizung, Bäder, Fassade, ElektrikMaßnahme, Jahr und Umfang getrennt erfassen
Zustandgepflegt, renovierungsbedürftig, sanierungsbedürftigPersönliche Prüfung bei Schäden oder Sonderzustand
EnergetikHeizung, Energieausweis, Dämmung, PhotovoltaikDokumente oder konkrete Folgefragen anbieten
AußenanlagenGarage, Carport, Nebengebäude, Garten, besondere AnlagenWertrelevanz und baulicher Zustand prüfen

Sachwertverfahren als Detailgrafik

Sachwertverfahren nach §§ 35–39 ImmoWertV Sachwertverfahren mit Bodenwert, baulichen Anlagen, Alterswertminderung, vorläufigem Sachwert und Marktanpassung. Zweisträngige Ermittlung aus Bodenwert und baulichen Anlagen inklusive Alterswertminderung und Sachwertfaktor. Sachwertverfahren (§§ 35–39 ImmoWertV) STRANG A / GRUNDSTÜCK Bodenwert • Bodenrichtwert x Grundstücksfläche • Anpassungen (Geschossflächenzahl, Zuschnitt) Bodenwert wird vorrangig im Vergleich ermittelt (§ 40 ImmoWertV) STRANG B / BAULICHE ANLAGEN Gebäudesubstanzwert • Normalherstellungskosten × Gebäudebezugsgröße • Abzug Alterswertminderung (Restnutzungsdauer) Modernisierungen (z. B. Dach, Heizung) können die Restnutzungsdauer beeinflussen ZUSAMMENFÜHRUNG Vorläufiger Sachwert (Bodenwert + Gebäudewert) MARKTANPASSUNG VIA SACHWERTFAKTOR Vorläufiger Sachwert x Sachwertfaktor (Marktanpassungsfaktor) Ergebnis: Sachwert-Orientierung, häufig relevant bei Ein- & Zweifamilienhäusern.
Der Sachwert verbindet Bodenwert und bauliche Anlagen. Alterswertminderung, besondere Merkmale und Marktanpassung gehören zur Einordnung dazu.

Die Detailgrafik ist auf Mobilgeräten horizontal scrollierbar. Die beiden Bewertungsstränge werden im Artikel zusätzlich als HTML-Karten erklärt.

Sonderfall Grundstück

Bodenwert und Grundstück: nicht mit dem Gesamtwert verwechseln

Ein Bodenrichtwert ist eine wichtige Datenquelle, aber nicht automatisch der Wert des konkreten Grundstücks. Er bezieht sich auf ein Bodenrichtwertgrundstück beziehungsweise eine Zone mit bestimmten Merkmalen. Das konkrete Grundstück kann bei Fläche, Nutzungsart, Bebaubarkeit, Erschließung, Zuschnitt oder Entwicklungszustand abweichen.

Bei einem unbebauten Grundstück braucht der Rechner daher eine eigene Frageführung. Bei einer bebauten Immobilie ist der Bodenwert wiederum nur ein Bestandteil der Gesamtbetrachtung und darf nicht als fertiger Immobilienwert ausgegeben werden.

Merksatz für die Ergebnisansicht

Bodenwert ist nicht gleich Gesamtwert. Die Orientierung muss deutlich machen, ob sie sich auf den Boden, die baulichen Anlagen oder die gesamte Immobilie bezieht.

Grundstücksdaten, die im Dialog getrennt geführt werden sollten
DatenpunktWarum relevantUX-Empfehlung
GrundstücksflächeDie Bezugsgröße kann von der Richtwertzone abweichen.Zahleneingabe mit Einheit und Plausibilitätsgrenze
NutzungsartWohnen, Gewerbe, Misch- oder Sondernutzung beeinflussen die Einordnung.Auswahl mit verständlichen Beispielen
BebaubarkeitPlanungsrecht und tatsächliche Nutzbarkeit sind wertrelevant.„Unbekannt“ zulassen und als Prüfpunkt markieren
ErschließungErschließungszustand und offene Beiträge können die Orientierung verändern.Separate Auswahl statt im Freitext verstecken
Zuschnitt / BesonderheitenHanglage, Wegerechte, Leitungen oder ungünstiger Zuschnitt sind keine Standarddaten.Follow-up und persönliche Prüfung anbieten

Bodenwert und Grundstück als Detailgrafik

Bodenwertermittlung nach § 40 ImmoWertV Bodenwertermittlung mit Bodenrichtwertzone, objektspezifischen Anpassungsfaktoren und der Abgrenzung zum Gesamtwert der Immobilie. Abgrenzung zwischen Bodenrichtwertzone, objektspezifischen Anpassungsfaktoren und dem Gesamtwert der Immobilie. Bodenwertermittlung & Abgrenzung (§ 40 ImmoWertV) DATENBASIS / GUTACHTERAUSSCHUSS Bodenrichtwert-Zone Bodenrichtwert (€/m²) des Richtwertgrundstücks Formularrelevante Anpassungsfaktoren: • Entwicklungszustand (Bauerwartung vs. fertiges Bauland) • Bebaubarkeit & Geschossflächenzahl (GFZ) • Grundstücksgröße & Zuschnitt • Erschließungszustand FACHLICHE ABGRENZUNG Bodenwert ≠ Gesamtwert WICHTIGE UNTERSCHEIDUNG IM FORMULAR: Der Bodenwert beschreibt den Wert des reinen Grund und Bodens. Bei bebauten Objekten ist die Gebäude- oder Ertragskomponente zusätzlich zu berücksichtigen. Unbebautes Grundstück: Bodenwert = Hauptkomponente der Wertermittlung Bebautes Grundstück: Bodenwert ist Teilwert (Einfluss auf Sach- / Ertragswert) FAZIT FÜR DEN BEWERTUNGSDIALOG: Bei Baugrundstücken sind Fläche, Bebaubarkeit & Erschließung zentrale Eingaben. Bei Häusern ist der Bodenwert ein Basismodul.
Der Bodenwert ist bei einem unbebauten Grundstück eine zentrale Komponente; bei einer bebauten Immobilie ist er nur ein Teil der Gesamtbetrachtung.

Die Detailgrafik ist auf Mobilgeräten horizontal scrollierbar. Grundstücksmerkmale und die Abgrenzung zum Gesamtwert stehen zusätzlich als HTML-Tabelle bereit.

Produkt- und Lead-Logik

Welche Daten ein guter Immobilien-Rechner abfragen sollte

Ein hochwertiger Rechner braucht kein möglichst langes Formular. Er braucht ein Datenmodell mit vier Ebenen: Routing, Pflichtfelder, optionale Vertiefung und Eskalation. So bleibt der Einstieg leicht, ohne dass die spätere Einschätzung wichtige Unsicherheiten verschweigt.

1
Objekt und Nutzung bestimmen

Wohnung, Haus, Mehrfamilienhaus, Gewerbe oder unbebautes Grundstück. Vermietet, selbst genutzt oder leerstehend.

2
Minimal ausreichende Pflichtdaten sammeln

Lage, Fläche, Baujahr und Zustand bilden den Kern. Bei Renditeobjekten kommen Miete, Einheiten und Leerstand hinzu.

3
Unsicherheit sichtbar machen

„Weiß ich nicht“ und „geschätzt“ sind valide Antworten. Sie sollten die Spanne oder den nächsten Prozessschritt beeinflussen.

4
Persönliche Prüfung sinnvoll anbieten

Bei dünner Datenbasis, Sonderfällen, Rechten oder Belastungen wird kein exakter Wert erzwungen, sondern ein nachvollziehbarer Kontaktanlass erzeugt.

Lage
Fläche
Baujahr
Zustand
Miete
Grundstück
Modernisierung
Rechte / Belastungen
Datenmodell: Pflicht, Vertiefung und Eskalation
EbeneInhaltBeispiel im Dialog
RoutingObjektart, Nutzung, VermietungsstatusNach „Mehrfamilienhaus“ erscheinen Einheiten- und Mietfragen.
PflichtdatenLage, Flächen, Baujahr, ZustandOhne diese Angaben bleibt das Ergebnis bewusst vorläufig.
VertiefungModernisierung, Energetik, Ausstattung, AußenanlagenNur anzeigen, wenn die Antwort die Orientierung verbessern kann.
Qualitätvollständig, geschätzt, unbekannt, widersprüchlichDie Qualität fließt in Spanne und Ergebnistext ein.
EskalationRechte, Schäden, Sonderobjekt, fehlende VergleichsdatenPersönliche Prüfung empfohlen; kein automatisches Leistungsversprechen.

Datenbasis und Wertspanne

Zusammenhang zwischen Datenqualität und Wertspanne Visualisierung, wie Datenbasis und Wertspanne zusammenhängen: Weniger Daten führen zu einer vorsichtigeren, breiteren Orientierung und häufiger zur persönlichen Prüfung. Diagramm zeigt, wie eine dünne Datenbasis zu einer breiteren Orientierungsspanne oder zur persönlichen Prüfung führen kann, während bessere Daten eine engere Orientierung ermöglichen. Prinzip der Datenqualität: Warum Online-Ergebnisse Spannen sind DÜNNE DATENBASIS Geringe Detailtiefe Nur PLZ & grobe Fläche angegeben Orientierung: Breite Spanne Beispiel: 380.000 € – 560.000 € Folge im Akquise-Prozess: • Hohe Unsicherheit beim Eigentümer ➔ Persönliche Prüfung empfohlen BESSERE DATENBASIS Hohe Detailtiefe Baujahr, Modernisierung, Miete, Zustand Orientierung: Engere Spanne möglich Beispiel: 470.000 € – 510.000 € Folge im Akquise-Prozess: • Hohes Vertrauen in die Orientierung ➔ Gute Grundlage für Termin SONDERFALL Sonder-Immobilie Denkmal, Wegerecht, Sanierungsfall Keine automatische Zahl „Manuelle Prüfung erforderlich“ Folge im Akquise-Prozess: • Keine fehlerhafte Scheingenauigkeit ➔ Anlass für ein Erstgespräch
Eine bessere Datenbasis kann eine engere Orientierung ermöglichen. Sie garantiert aber weder einen exakten Wert noch ersetzt sie die Prüfung besonderer Merkmale.

Transparenz statt Scheingenauigkeit

Warum eine Spanne seriöser ist als ein Einzelwert

Alle drei Verfahren arbeiten mit Annahmen, Modellen und Daten, die unterschiedlich vollständig sein können. Ein Vor-Ort-Termin, Dokumente, Marktkenntnis und die Prüfung besonderer Merkmale liefern Informationen, die ein kurzes Online-Formular nicht vollständig ersetzen kann.

Die Ergebnisansicht sollte deshalb nicht so tun, als sei ein Betrag auf den Euro genau bekannt. Eine Wertspanne mit Datenstand, Qualitätsstufe und klarer Einordnung ist für Eigentümer nachvollziehbarer und für Makler ein besserer Gesprächseinstieg.

Ausgabe-Logik nach Datenbasis
DatenbasisErgebnisdarstellungNächster Schritt
Viele Pflichtdaten fehlenBreite Orientierung oder noch keine Zahl; fehlende Daten transparent nennenAngaben ergänzen oder persönliche Prüfung empfehlen
Grunddaten vorhanden, Sondermerkmale offenVorläufige Spanne mit Hinweis auf die offenen PunkteDokumente, Fotos oder Rückrufwunsch anbieten
Gute Vergleichbarkeit und vollständige KernangabenFokussiertere Orientierung mit Datenstand und ModellhinweisMaklergespräch zur Einordnung anbieten

Eine gute Formulierung für die Ergebnisansicht

„Auf Basis Ihrer Angaben ergibt sich eine vorläufige Marktpreis-Orientierung. Einzelne Angaben, aktuelle Marktdaten und besondere Grundstücksmerkmale können die Einordnung verändern. Für dieses Objekt ist eine persönliche Prüfung empfohlen.“

Lead-Prozess

Vom Formular zum Maklerprozess: Routing statt Datenablage

Der Lead entsteht nicht erst im letzten Formularschritt. Er entsteht dann, wenn der Eigentümer versteht, warum die Fragen relevant sind und welcher nächste Schritt zu seiner Situation passt. Die Produktbrücke darf deshalb den Datenfluss erklären, aber keine pauschale Geschwindigkeit, Vollständigkeit oder automatische Gutachtenqualität versprechen.

1
Dialog

Objektart, Nutzung und Lage werden mit kurzen, verständlichen Fragen erfasst.

2
Dynamische Folgefragen

Das Formular zeigt nur Datenblöcke, die zum gewählten Objekt und zur Bewertungsrichtung passen.

3
Engine / Orientierungslogik

Die Eingaben werden nach definierter Regel bewertet, mit Qualitätsstatus und Datenstand versehen.

4
Maklerprozess

Die benötigten Daten und der Nachweis werden nach definierter Regel an CRM oder Workflow übergeben; ein Rückrufwunsch wird dokumentiert.

Verfahrensrouting vom SmartForm in den Maklerprozess

QOON SmartForm Verfahrensrouting Verfahrensrouting vom dynamischen Bewertungsformular über Bewertungslogik und Wertspanne bis zur Übergabe benötigter Daten an den Maklerprozess. Visualisierung der dynamischen Formularlogik: Die Immobilieneingabe führt zu einer passenden Verfahrensrichtung und einer strukturierten Übergabe an das CRM. QOON SmartForm Engine: Dynamisches Verfahrens-Routing Vom ersten Klick des Eigentümers bis zum qualifizierten Lead-Eintrag im Makler-CRM. SCHRITT 1 / USER EINGABE Eigentümer Klick-Flow Objektart: Mehrfamilienhaus (ausgewählt) Dynamisch eingeblendete Fragen: Anzahl Wohneinheiten: 6 Jahres-Kaltmiete Ist: 48.000 € Leerstand: Keine Einheiten DATENSCHUTZ OPT-IN (GETRENNT) ☑ 1. Wertermittlung anfordern ☑ 2. Telefonische Beratung (Optional) Zeitstempel & Wortlaut im Log LOGICAL CANVAS QOON Valuation Engine VERFAHRENS-MAPPING Wahl: Mehrfamilienhaus ➔ Ertragswert Ermittelt Reinertrag & Liegenschaftszins-Modell TAGGING & SCORE Setzt Tag: #Verkauf_Geplant #Rendite Lead-Status: Telefonkontakt gewünscht AUTOMATISIERTE ÜBERGABE Übertragung benötigter Daten + Nachweis An Make.com / CRM nach definierter Regel SCHRITT 3 / MAKLER WORKFLOW CRM Lead-Profil MM Max Mustermann Eigentümer Mehrfamilienhaus #Verkauf_Geplant OBJEKTDATEN IM CRM: • Typ: Mehrfamilienhaus (6 Einheiten) • Ist-Kaltmiete: 48.000 €/Jahr • Orientierungsspanne: 820k - 890k € • Rückrufwunsch: JA (Zeitstempel vorhanden) ➔ Automatische Bestätigungs-Mail raus ➔ Task an Makler: Rückruf anfordern Nächster Schritt: 15-Minuten Telefonat mit echten Objektdaten vorbereiten.
Das Routing verbindet dynamische Fragen, definierte Bewertungslogik, Ergebnistext und Makler-Follow-up. Die Übergabe sollte nur die benötigten Daten und den dokumentierten Nachweis enthalten.

Die Grafik ist auf Mobilgeräten horizontal scrollierbar. Der Ablauf ist darüber als HTML-Schrittfolge vollständig beschrieben.

Umsetzung in WordPress + Divi

Die Go-Live-Checkliste für die Artikelintegration

Was der Integrator in QOON umsetzt

Wide-Rows für komplexe VisualsDie drei dichten Diagramme auf 1.000–1.160 px auslegen, nicht in die 820-px-Lesespalte einsperren.
Hero-Visual priorisierenNur VERKEHRSWERT-MARKTWERT.svg im Hero mit loading="eager" einbinden.
Nachfolgende Grafiken lazy ladenAlle weiteren SVGs mit loading="lazy" und decoding="async" auszeichnen.
Semantic FiguresJedes Diagramm als <figure> mit beschreibendem Alt-Text und <figcaption> verankern.
Mobile-Dichte absichernFür Entscheidungsweg und Routing horizontales Scrollen erlauben; HTML-Schrittfolgen und Tabellen sichtbar lassen.
Reviewed-Assets verwendenAusschließlich Dateien aus assets/svg-reviewed/ und die acht Einzel-Icons einbauen.
Inhalt nicht in SVG versteckenDie Kernaussagen aus jeder Grafik zusätzlich als Überschrift, Liste oder Tabelle im HTML ausgeben.
Divi- und Rank-Math-QADesktop, Tablet und Mobile prüfen; Canonical, FAQ, Alt-Texte, interne Links und Ladeattribute kontrollieren.

Von der Theorie in den Maklerprozess

Bewertungsdialoge passend zur Immobilie aufsetzen

Mit einer dynamischen Frageführung lassen sich Pflichtdaten, optionale Vertiefungen und persönliche Prüfung in einem klaren Eigentümer-Flow verbinden.

Bewertungs-Dialog Live-Demo testen →

Häufige Fragen

FAQ zu den Bewertungsverfahren

Was ist der Unterschied zwischen Vergleichswert, Ertragswert und Sachwert?

Das Vergleichswertverfahren orientiert sich an geeigneten Vergleichspreisen oder Vergleichsfaktoren. Das Ertragswertverfahren betrachtet marktüblich erzielbare Erträge und deren Kapitalisierung. Das Sachwertverfahren verbindet Bodenwert und bauliche Anlagen mit einer Marktanpassung.

Welches Verfahren passt zu einem Einfamilienhaus?

Bei einem Einfamilienhaus ist das Sachwertverfahren häufig eine typische Richtung, besonders wenn Gebäudesubstanz und Grundstücksdaten im Vordergrund stehen. Je nach Markt und Datenlage können auch Vergleichsdaten oder mehrere Verfahren relevant sein.

Welches Verfahren wird bei einem Mehrfamilienhaus verwendet?

Bei vermieteten Mehrfamilienhäusern ist das Ertragswertverfahren häufig naheliegend, weil Erträge, Bewirtschaftungskosten und Marktparameter eine zentrale Rolle spielen. Die konkrete Wahl hängt vom Objekt und vom Einzelfall ab.

Ist der Bodenrichtwert der Wert des gesamten Grundstücks?

Nein. Der Bodenrichtwert bezieht sich auf ein Bodenrichtwertgrundstück beziehungsweise eine Bodenrichtwertzone. Fläche, Nutzung, Bebaubarkeit, Erschließung, Zuschnitt und weitere Grundstücksmerkmale müssen objektspezifisch eingeordnet werden.

Warum sollte ein Online-Rechner eine Wertspanne ausgeben?

Ein Online-Rechner arbeitet mit den eingegebenen Informationen und kann nicht alle Merkmale einer Vor-Ort-Prüfung abbilden. Eine Spanne macht die Unsicherheit sichtbar und ist bei dünner Datenbasis ehrlicher als ein scheinbar exakter Einzelwert.

Welche Daten sollte ein Immobilien-Bewertungsformular abfragen?

Mindestens Objektart und Nutzung, Lage, Flächen, Baujahr, Zustand und relevante Modernisierungen. Bei Renditeobjekten kommen Einheiten, Mieten, Leerstand und Bewirtschaftungsdaten hinzu. Grundstücke benötigen unter anderem Angaben zu Fläche, Nutzungsart, Bebaubarkeit und Erschließung.

Quellen und fachliche Einordnung

  • § 194 BauGB – Verkehrswert: Definition von Verkehrswert und Marktwert.
  • ImmoWertV – offizielle Fassung: Grundlagen der Verfahrenswahl sowie Vergleichs-, Ertrags-, Sach- und Bodenwertermittlung, insbesondere §§ 6, 9, 10, 24–40.
Redaktioneller Hinweis: Dieser Beitrag erklärt Bewertungsverfahren und die Gestaltung eines digitalen Bewertungsdialogs. Die Beispiele sind keine individuelle Bewertung, keine Rechts- oder Steuerberatung und kein formelles Verkehrswertgutachten. Ergebnisse aus einem Online-Dialog sollten mit Datenstand, Modellgrenzen und – falls erforderlich – persönlicher Prüfung kommuniziert werden.